"Abbeten - Glaube oder Aberglaube"
Der Einladung zum Vortrag von Pfarrer Thomas Gerstlacher über das Thema "Abbeten - Glaube oder Aberglaube?" folgten viele interessierte Mitglieder unserer Pfarreiengemeinschaft.
Lebendig und temperamentvoll stellte Pfarrer Gerstlacher vor, was "Gesundbeten" im christlichen Sinne bedeutet. Den Worten der Bibel (zum Beispiel 1 Kor 12) folgend zeigte er auf, dass alle Menschen eine besondere Gabe von Gott bekommen haben, denn alle sind von Gott gewollt und geliebt. Diese Gaben haben wir aber nicht für uns selber, sondern immer für die anderen, für die Gemeinschaft, die Gemeinde. So ist es auch möglich, dass jemand die Gabe der Heilung besitzt. Sie ist ein Geschenk Gottes. Sie ist nicht Besitz des Menschen. Nicht der Gesundbeter ist der Wundertäter, sondern immer Christus.
Der Hilfesuchende muss auch selbst beten. Der "Abbeter" soll den Kranken hinführen, in Beziehung zu Gott und zum Gebet zu gelangen. Die Gebete des Gesundbeters sind nachvollziehbar und kein geheimnisvolles Murmeln. "Abbeten" ist kein Zauber, keine Magie. Glaube und Beten für den anderen und mit dem anderen bedeutet auch immer Beziehung - zum Menschen und zu Gott.
Die Gabe des Gesundbetens ist ein reines Geschenk wie jede andere Gabe Gottes auch. Sie ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar, nur Gott kann sie verleihen. Gottes Kraft wird so im Gebet für den anderen wirksam.
