Firmung
Was bedeutet Firmung?
Bei der Kindertaufe haben stellvertretend für dich deine Eltern den Glauben bekannt. Dein Taufpate und viele andere waren für dich da, um dir im Glaubenswissen sowie im alltäglichen Glaubensleben zu helfen.
Ab einem gewissen Alter wächst dein Wunsch nach Selbstständigkeit und freier Entscheidung. Du hinterfragst und durchdringst auch den Glauben neu. Mit der Firmung wird deshalb eine Neuorientierung, ein neuer Schritt gewagt. Nun kannst du selber ein freies Ja zu deiner Taufe sagen und sprechen: „Ich bemühe mich, Christus, den Sohn Gottes als den Herrn meines Lebens anzunehmen“. Diese Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
In der Firmung wird die Taufe aktualisiert: Es geht jetzt um das „Hinaustragen des Glaubens in die Welt“ (Diese Verbindung von Taufe und Geistspendung, der Firmung, findest du häufig in der Bibel, z.B. im Buch Apostelgeschichte des Neuen Testaments: Apg 8,14-17; 10,44-48; 19,1-7).
Bei der Firmung bekennt der Christ intensiver als bisher, an Gott zu glauben und zur Kirche zu gehören. Ich gebe Zeugnis davon, ich möchte zum Glaubensboten werden. Das geht aber nicht allein. Es fehlt an Wissen und Reife, ja am „Geist der Unterscheidung“: Dieser Heilige Geist kommt durch das Gebet und die Handauflegung des Bischofs einmalig auf dich herab, bleibt immerfort dein ganzes Leben lang bei dir und möchte dich zum Guten verändern.
- Er gibt dir Mut, dich vor anderen zu Christus zu bekennen.
- Er gibt dir Schwung, dich in deiner Pfarrgemeinde aktiv für die gute Sache Christi einzusetzen.
- Er hilft dir, deine Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln.
- Er hilft dir in Auseinandersetzungen mit dem Bösen.
- Er hilft dir, ein eigenständiger Mensch zu sein.
- Er steht dir bei in wichtigen Entscheidungen deines Lebens.
Firmung also geschieht, damit der Christ mit Mut Jesu Namen verkündet. Ich selbst bin auf der Glaubensreise soweit, meinen Glauben nach Außen zu tragen; dazu werde ich mit besonderer Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet, um den Glauben verbreiten und verteidigen zu können. Im Verbund mit der gesamten Kirche, die auch am Pfingstfest einst diese Bestärkung erfahren hat, darf ich mich dann gemeinschaftlich auf den Weg machen.
Wie plane ich die Firmung?
Anmeldung wie Firmvorbereitung erfolgen zum Einen im Religionsunterricht der Schule, hauptsächlich aber in den Firmstunden der Pfarrei – und das geht wie folgt.
In der Regel erhältst du am Beginn deines fünften oder sechsten Schuljahres von uns einen Brief, in dem die Einladung und die Anmeldung zur Firmung enthalten sind. Bereits jetzt beginnt für dich die Vorbereitung zur Firmung, da du nun selber entscheiden musst, ob du gefirmt werden willst oder nicht. Dabei zählt ganz allein dein Wille. Argumente wie: „Ich mach’s, weil jeder in der Familie gefirmt ist“ gelten nicht. Deine Freundschaft mit Jesus sollte dich dazu bewegen, diesen Entschluss zu treffen. Das sollte der Hauptgrund sein, „mitzumachen“!
Nun darfst du dir einen Paten oder eine Patin aussuchen, die dich auf deinem weiteren Weg begleitet. Dieser sollte sich ehrlich um ein christliches Leben bemühen.
Nachdem du deine Anmeldung ausgefüllt und abgegeben hast, fängt die Vorbereitung in der Gemeinde an. Die eigentliche Firmung findet ja immer erst gegen Ende des Schuljahres statt. Bis dahin kommen alle Firmbewerber in Gruppen (meistens im Pfarrheim) immer wieder zusammen, um gemeinsam zu beten, über Glaubensfragen zu reden, mehr über die Firmung und Gott zu erfahren, aber natürlich auch um Spaß zu haben.
Die Feier der Firmung
Zur Firmung kommt immer ein Bischof oder ein Stellvertreter. Die eigentliche Feier findet innerhalb einer Heiligen Messe statt. Den liturgischen Ablaufteil des Gottesdienstes, der mit der Firmung zu tun hat, findest Du hier. Nach der Kirche verbringt man den restlichen Tag in der Regel im Kreise der Familie, feiert gemeinsam oder unternimmt einen gemeinsamen Ausflug.
Weitere Informationen
Pfarrbüro Zu Unserer Lieben Frau:
Münsterplatz 5
86609 Donauwörth
Tel: 0906 70628-0
Fax: 0906 70628-88
E-Mail: muenster-donauworth@bistum-augsburg.de
